Ab durch die Hecke gehört für mich zu den Animationsfilmen, die einfach schwer unterhaltsam sind, aber eben auch nur das sind.
Das ist grundsätzlich völlig in Ordnung. Der Film liefert genau das, was man von einem Familienanimationsfilm erwartet: leichte, kurzweilige Unterhaltung, die vor allem für Kinder funktionieren soll.
Ich persönlich finde jedoch (und das werdet ihr in Zusammenhang mit Animation auf diesem Blog häufiger von mir hören), dass Animationsfilme durchaus mehr sein dürfen als bloßer Spaß. Sie haben das Potenzial, tiefgründige und emotionale Geschichten zu erzählen, die sowohl für jüngere als auch ältere Zuschauer funktionieren.
Filme wie Wall-E, Monster AG, Spider-Man: Into the Spider-Verse oder von DreamWorks selbst der großartige Prinz von Ägypten zeigen einwandfrei, wie viel erzählerische Kraft in diesem Genre steckt. Und da haben wir noch gar nicht über Animes gesprochen!
Ab durch die Hecke kann das leider nicht wirklich vorweisen. Es wird zwar eine nicht schlechte Moral über Zusammenhalt und Familie erzählt, aber die geht meiner Meinung nach in einem viel zu hektischen Film unter.
Das hat immer noch genug Charme, da die Figuren irre sympathisch sind, die Geschichte spaßig ist und er wirklich verdammt witzig ist mit einigen sehr cleveren Einfällen.
Ich werde bloß immer eine andere Erwartungshaltung an Animationsfilme haben, da ich dieses Medium gerade für ihre emotionale Tiefe schätze.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ab durch die Hecke ist völlig solide Unterhaltung. Kommt aber eben bei weitem nicht an DreamWorks Meisterwerke wie Drachenzähmen leicht gemacht oder Kung Fu Panda ran, ist aber auch weit davon entfernt in die Untiefen eines Boss Babys zu laden.
Punkte (7,5/10)
(Der halbe Punkt ist Kindheits-Bonus ;) )
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