Wie in meiner Athena-Kritik bereits erwähnt, ist Netflix nicht gerade dafür bekannt gute Filme zu produzieren, aber natürlich gibt es die ein oder andere Ausnahmen.
Der Horror-Thriller Open House gehört (bzw. gehörte) jedoch nicht dazu.
Die Geschichte über eine Familie, die aufgrund tragischer Umständen in ein Haus umziehen muss, das gleichzeitig aber zum Verkauf steht und daher ständig Besichtigungen statt finden, doch einer der Besucher scheint sich im Haus einzunisten klingt nicht unbedingt uninteressant, aber die Umsetzung scheitert auf ganzer Linie.
Über weite Strecken des Films passiert hier nichts bis gar nichts und das was passiert ist irrelevant. Das wäre an sich nicht mal schlimm, wenn der Film zumindest in irgendeiner Art gruselig oder atmosphärisch wäre, aber Überraschung: Dass ist er zur keiner Sekunde.
Atmosphäre gibt es generell keine und der Grusel beschränkt sich auf mies platzierte und vorhersehbare Jumpscares. Wer in seinem Leben mehr als drei Horrorfilme gesehen hat, wird davon genauso gelangweilt sein, wie ich.
Bei all dem ist das Schauspiel auch wirklich nicht überzeugend. Besonders Dylan Minnette wirkt wie so oft viel zu steif in seiner Mimik, sofern er überhaupt eine zeigt.
Gegen Ende dreht er zwar nochmal bisschen auf, da endlich mal was passiert. Leider wird er genau hier so unfassbar bescheuert und dekonstruiert sich in seiner Logik fast vollständig, sodass gar nichts mehr Sinn ergeben möchte.
Open House ist (oder besser war) im Grunde die Netflix-Antwort auf all die billigen Blumhouse-Horrorfilme, wie Insidious oder Paranormal Activity, die in der Produktion fast nichts kosten, aber aus mir unerklärlichen Gründen weiterhin funktionieren.
Für mich gehören genau diese Sorte (Horror-) Filme zu den unkreativsten und langweiligsten, die ich kenne.
Wer trotzdem ein Blick in Open House werfen möchte, kann sich diesen Gedanken gleich wieder Sparen, denn Netflix höchstpersönlich hat ihn mittlerweile selbst aus dem Sortiment geworfen.
Wenn selbst das eigene Produktionsstudio keine Lust mehr auf diesen Film hat, sagt das eigentlich schon alles!
Punkte (1,5/10)
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